Häufige Atemprobleme bei Long Covid und die Rolle der Atemtherapie in der Heilung
Long Covid ist ein Syndrom, das nach einer akuten Infektion mit dem Coronavirus anhalten kann und eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringt. Besonders häufig betroffen ist das Atmungssystem, wodurch Betroffene unter Atemnot, Kurzatmigkeit, Erschöpfung und einer eingeschränkten Belastbarkeit leiden. Diese Symptome sind oft Ausdruck einer gestörten Sauerstoffaufnahme und Energiegewinnung in den Zellen.
Atemprobleme bei Long Covid
Menschen mit Long Covid klagen oft über das Gefühl, nicht tief genug atmen zu können oder permanent nach Luft schnappen zu müssen. Dies kann verschiedene Ursachen haben:
- Dysfunktionale Atmung: Eine veränderte Atemmechanik führt zu ineffizienter Sauerstoffversorgung.
- Postvirale Entzündungen: Entzündliche Prozesse in den Atemwegen oder in der Lunge können die Atmung erschweren.
- Dysautonomie: Eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems kann Atemmuster stören.
- Mitochondriale Dysfunktion: Die gestörte Zellenergieproduktion führt zu Erschöpfung und Atemnot.
Atemtherapie kann Betroffenen helfen, ihre Atemmuster zu regulieren
Atemtherapie kann Betroffenen helfen, ihre Atemmuster zu regulieren und die Sauerstoffversorgung im Körper zu optimieren. Dabei spielen gezielte Atemübungen eine zentrale Rolle:
- Nasenatmung: Hilft, die Luft zu filtern und die Sauerstoffaufnahme zu optimieren.
- Bewusstes Atmen: Langsame, tiefe Atemzüge fördern die Lungenfunktion und reduzieren Stress.
- Zwerchfellatmung: Aktiviert die tiefe Atmung und verbessert den Gasaustausch.
- Atempausen und Pacing: Durch gezielte Pausen kann das autonome Nervensystem beruhigt und die Energieeffizienz in den Zellen verbessert werden.
ATP und Energiegewinnung
Adenosintriphosphat (ATP) ist die wichtigste Energiequelle der Zellen. Bei Long Covid kann es zu einer gestörten ATP-Produktion kommen, was sich in schneller Erschöpfung äußert. Pacing und gezielte Atempausen können dazu beitragen, die Energie besser einzuteilen und die mitochondriale Funktion zu unterstützen. Eine optimierte Atmung kann somit langfristig die Heilung fördern und die Lebensqualität von Long-Covid-Patienten verbessern.
Fazit
Atemprobleme sind ein häufiges Symptom bei Long Covid und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Atemtherapie ist eine effektive Methode, um die Atmung zu regulieren und die Zellenergie zu optimieren. Durch gezieltes Pacing, Atempausen und Atemtechniken können Betroffene ihre Symptome lindern und langfristig ihre Heilung unterstützen.